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Der Frühling klopft an – Zeit für Neuanfänge und Schneckenbekämpfung.

Vor allem der Obst- und Gemüsegarten bedarf im April unserer besonderen Aufmerksamkeit – vom Erdäpfelpflanzen bis zum Paradeiserpikieren. Aber auch im Ziergarten gibt es bei den Frühjahrsblühern einiges zu tun. 

Zurückschneiden & vortreiben

Haben Sie Pfirsichbäume oder Himbeer- und Brombeersträucher im Garten, dürfen diese nun kräftig zurückgeschnitten werden. Bei Stauden und Sommerblumen sollte man jetzt junge Triebe entspitzen. Den Dahlienknollen sollte man nun Starthilfe geben, indem man sie in einem Topf vortreibt. Dazu den Topf mit Erde füllen, Knollen einsetzten, mit ca. drei Zentimeter Erde bedecken und an einen hellen, warmen Ort stellen. Zu Beginn die Erde nur anfeuchten, nach dem Austrieb mäßig gießen und ab Ende Mai aussetzen. Im Gemüsegarten können zudem nun die Gurken und Melonen vorgezogen werden.

Teilen & pflanzen

Der Frühling startet nun so richtig durch, also ist die Zeit zum Pflanzen und Aussäen gekommen – vom Bodendecker über Sommerzwiebel und Ziergräser bis hin zu den Johannisbeeren, Erdäpfeln und Salat. Auch das Paradeiserpikieren sollte jetzt auf dem Plan stehen. Sobald die Tomaten in den Aussaatschalen die ersten richtigen Blätter entfalten, heben Sie die Wurzeln vorsichtig mit einem Pikierholz oder dem Griffende eines Esslöffels aus der Erde und setzen Sie die einzeln in kleine Töpfe mit Gemüseerde. 

Düngen & pflegen

Gut gedüngt ist halb gewonnen: Besonders die Obstgehölze stehen jetzt auf dem Plan, und die Pflanzen im Ziergarten können eine Gründüngung vertragen. Haben Sie aufgrund zu niedriger Temperaturen noch nicht den Rasen vertikutiert, dann können Sie es jetzt oder im Mai auf Ihren Gartenkalender setzen. Auch Pflege und Unterstützung für zarte Pflänzchen ist im April angesagt. Im Obst- und Gemüsegarten können Sie jetzt Gemüsenetze platzieren und neue Triebe Ihrer Obstbäume herunterbinden. Im Ziergarten können die Frühjahrsblüher ausgelichtet und Rankhilfen für junge Kletterpflanzen befestigt werden. 

Schädlinge & Nützlinge

Kaum sprießt der erste Salat zaghaft aus der Erde, sind sie da: die Schnecken. Möchte man keine Pestizide einsetzen, die mitunter auch für Haustiere gefährlich sein können, kann man zu natürlichen Barrieren greifen. Für Mensch und Haustier unbedenklich sind Schneckenmittel, die auf Eisen-III-Phosphat basieren. Allerdings töten sie nicht nur die schädlichen Schnecken, sondern auch die nützlichen Gehäuseschnecken. Ein Schneckenzaun kann rund um Gemüse- und Blumenbeete Schutz bieten. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Zaun außen freigehalten wird, damit keine Pflanzenbrücken“ entstehen. Wenn Sie etwas mehr Platz im Garten haben, können Sie sich auch einen besonders natürlichen Schneckenfeind nach Hause holen: Indische Laufenten. Bitte mindestens zu zweit halten, mit frischem Wasser versorgen und abends zum Schutz vor Fuchs und Co in einen kleinen Stall sperren. Um seinen Garten frisch und natürlich zu halten, sollte der Hobbygärtner nicht nur an die Schädlingsbekämpfung denken, sondern seinen Garten für Nützlinge einladend gestalten. Igel- und Insektenhotels, Futterbälle, Häuschen und Trinkstellen für Vögel und ein paar unaufgeräumte Ecken im Garten können sehr belebend wirken.