Während in der Mit­telk­lasse und bei den Klein­wa­gen die Steck­dose durch­bren­nt, bleibt bei den Super­sportlern alles beim Alten. Ein Speed-Überblick der neuen Boliden.

2020 erblick­en Rar­itäten wie ein Nis­san GT‑R, ein Fer­rari Roma, ein BMW X4M, eine Corvette, ein McLaren Speed­tail oder ein Aston Mar­tin DBX das Licht der Welt – und hier zählt vor allem eines: blanke Kraft. Unter 500 PS wird hier nicht aufge­sat­telt. An dieser PS-Marke knab­bert auch das Lexus Cabri­o­let LC500, das Fans der Marke nach ein­er lan­gen Durst­strecke endlich wieder mit mehr Frei­heits­ge­fühl beschenkt. Aber: Auch die Super­sportler ste­hen unter Strom – beispiel­sweise der Porsche Tay­can. Paroli kann ihm wahrschein­lich der Lotus Evi­ja bieten, der heuer mit vier 500 PS starken Elek­tro­mo­toren in Serien­pro­duk­tion gehen soll. Da bekommt der Begriff blitzschnell eine ganz neue Bedeutung.

Speed: Porsche Taycan

Mit dem Tay­can ste­ht der erste vol­lelek­trische Porsche auf den Straßen, und er macht der Marke alle Ehre. Die ersten Mod­elle heißen Tur­bo und Tur­bo S, wobei die S‑Version sat­te 761 PS leis­tet, der nor­male Tur­bo aber nur“ 680 PS. Der eine beschle­u­nigt unter 3 Sekun­den auf 100 km/​h, der andere liegt etwas darüber. Zwis­chen 400 und 450 Kilo­me­ter liegt die Reich­weite. Als Drit­ter im Bunde ist das Ein­stiegsmod­ell 4S zu haben, das wahlweise 530 oder 571 PS leistet.

Kraft­paket: DS7 Cross­back E‑Tense

Die Exk­lu­siv-Tochter von Cit­roën hat ein neues Flag­gschiff, und natür­lich kann auch dieses auf elek­tri­fizierte Pow­er zurück­greifen. Der Plug-in-Hybri­dantrieb ver­spricht eine Reich­weite von bis zu 58 Kilo­me­tern bei ein­er Sys­tem­leis­tung von 300 PS. So viel Pow­er lässt hof­fen – rund 6 Sekun­den soll der DS7 für 100 km/​h benöti­gen. Rein elek­trisch fährt das SUV bis zu 135 km/​h. Die Her­steller geben an, dass die Bat­te­rien inner­halb von 2 Stun­den wieder voll aufge­laden sind. Als Pre­mi­umpro­dukt darf beim Kom­fort nichts fehlen. Volldig­i­tale Instru­mente, kom­biniert mit einem Mul­ti­me­di­asys­tem mit Pik­togramm­s­teue-rung, sind die augen­schein­lich­sten Kom­po­nen­ten. Generell fehlt es dem DS7 nicht an lux­u­riös­er Ausstat­tung und Kom­fort­fea­tures der Oberk­lasse. Apro­pos: Das Active-Scan-Fahrw­erk erken­nt Uneben­heit­en schon vor­ab und passt die Dämpfer entsprechend an.

E‑Motion: Polestar2

Der Polestar 2 ist ein reines Elek­tro­fahrzeug – eines, bei dem man sofort glaubt, dass es auch im kalten Schwe­den über­leben kann. 408 ansehn­liche Elek­tro-PS, ein Sprint unter 5 Sekun­den auf 100 km/​h und 500 Kilo­me­ter Reich­weite – das ist, auch in der Welt der boomenden ‑E-Autos – keine schlechte Bilanz. Im Inneren wurde erst­mals Android Auto­mo­tive ver­baut – heißt: keine bloße Spiegelung der Inhalte auf das Dis­play, son­dern ein kom­plettes Infotainment-System.

Super­sportler: Nis­san GT‑R 50

Dieser Wagen rei­ht sich prob­lem­los in die Liga der bösen Buben ein. Der GT‑R macht inzwis­chen seit 50 Jahren die Straßen unsich­er, und dieses Mod­ell ehrt ihn dafür. Es braucht nur ein paar kleine Details, um Respekt zu bekom­men: 720 PS, 780 New­ton­meter, nur 2,5 Sekun­den auf 100 km/​h, 315 km/​h Spitzengeschwindigkeit, 1.700 kg Gesamt­gewicht. Als zusät­zliche tech­nis­che Fea­tures bietet Nis­san ein stufen­los ein­stell­bares Dämpfer­sys­tem, Sech­skol­ben­brem­sen und zog auf den 21-Zoll-Rädern, die eben­falls eine Son­der­an­fer­ti­gung sind, 285er-Pneus auf. Wirk­lich markant aber ist der gewaltige Heck­flügel, der – ken­nt man erst die Hin­ter­gründe – wahrlich seine Berech­ti­gung hat. Wer sich ver­liebt hat, muss sich beeilen. Es wer­den lediglich 50 Stück dieses Boli­den gebaut, und das wird auch nicht bil­lig – auch wenn der GT‑R als Schnäp­pchen unter den Super­sportlern gilt, für den GT‑R 50 legt man fast eine Mil­lion auf den Tisch – natür­lich ohne Steuern.